Home ::: Creatures 2 ::: Creatures 3 | Docking Station ::: Specials ::: Links
C3|DS Biochemie
Biochemische Abläufe in Creatures 3 und Docking Station
Fortpflanzung und Vermehrung -> Knowledgebase

Die Mechanismen der Fortpflanzung und Vermehrung (Reproduktion) bei Creatures werden von hormonähnlichen Substanzen gesteuert, die die Fruchtbarkeit männlicher und weiblicher Wesen regeln, ihren Geschlechtstrieb und den Verlauf von Schwangerschaften bis zur Geburt der ..... ? ..... Eier?. Ja, Eier!;-), denn beim Creatures-Nachwuchs findet das letzte Stadium der Reife nicht im Mutterleib sondern außerhalb in einem Ei statt. Kleine Creatures werden demzufolge auch nicht geboren, sondern sie schlüpfen. Sehen wir uns am Beispiel der Norns an, welche chemischen Stoffe in einem Creature im Zusammenhang mit der Reproduktion am Werk sind.

Sobald ein Norn die Alterstufe Jugendlich/Youth erreicht hat, wird er in biologischer Hinsicht fortpflanzungsfähig, d.h. Männchen und Weibchen werden fruchtbar und unter bestimmten Umständen auch bereit zu einer Paarung. Folgende Hormonsubstanzen und Substanzen mit regulatorischer Funktion sind nun in Weibchen und/oder Männchen aktiv und beieinflussen sich gegenseitig:

#39 Arousal Potential #40 Libido Lowerer #41 Opposite Sex Pheromone #46 Östrogen
#48 Progesteron #53 Testosteron #161 Sex Drive #162 Comfort

 

Östrogen
#46 Östrogen ist eine Hormonsubstanz, die nur in Nornweibchen produziert wird und durch ansteigende und abfallende Konzentration den Wechsel zwischen unfruchtbaren und fruchtbaren Phasen, also den Zyklus, regelt. Diese Schwankugen werden erzeugt durch Wechselwirkung zwischen einem digitalen Emitter- mit einem analogen Rezeptorgen, so daß Perioden mit maximaler Fruchtbarkeit und Perioden der Unfruchtbarkeit allmählich ineinander übergehen.

Testosteron
Das vergleichbare Hormon zum Östrogen in Weibchen ist #53 Testosteron in Männchen. Diese Substanz wirkt ebenfalls in wechselnden Konzentrationen und steuert so die männliche Fruchtbarkeit. Auch hier entstehen fruchtbare und unfruchtbare Phasen durch Wechselwirkung zwischen einem digitalen Emitter- mit einem analogen Rezeptorgen; allerdings sind die Schwankungen nicht so ausgeprägt, wie im Falle von Östogen bei Weibchen. Die unfruchtbaren Phasen bei Männchen sind daher sehr kurz.

Libido Lowerer
#40 Libido Lowerer ist eine Art Gegenpart zu Östrogen und Testosteron. Es handelt sich dabei um eine Substanz, die das sexuelle Begehren (libido) absenkt (to lower). Die ursprüngliche Bezeichnung "Mating Pheromone" (Clabs) und die entsprechende deutsche Übersetzung (Paarungs-Pheromone) sind mißverständlich, denn #40 ist eigentlich ein Triebhemmer, der eine regulatorische Funktion erfüllt.
Libido Lowerer ist aktiv

graph liblow- während der Pupertät (Anfangsstadium Youth/Jugendlich)
- während der unfruchtbaren Phasen eines Wesens
- in den Phasen des Reproduktionszyklus, wo die Konzentrationen von Östrogen oder Testosteron zu niedrig für eine erfolgreiche Paarung sind
- während der Schwangerschaft (denn eine erneute Paarung wäre aus biologischer Sicht unsinnig)
- eine gewisse Zeit nach der Eiablage (um dem Weibchen eine Erhohlungsphase nach der Schwangerschaft zu gönnen)

Libido Lowerer kontrolliert die Substanzen Arousal Potential und Sex Drive und neutralisiert ihre Wirkung in den eben genannten Phasen und Sitationen (s. Abb.). Die möglichen Reaktionen sehen aus wie folgt:
1 Libido Lowerer + 1 Arousal Potential => 1 Libido Lowerer
1 Arousal Potentail + 1 Libido Lowerer => nothing
1 Sex drive + 1 Libido Lowerer => 1 Libido Lowerer

Arousal Potential
#39 Arousal Potential (Erregungssubstanz/Empfängnisbereitschaft) wird in Nornweibchen produziert, sobald ihr Östrogenspiegel ein Level erreicht hat, bei dem eine erfolgreiche Paarung möglich ist. In diesem Moment wird die Produktion der Substanz Libido Lowerer gestoppt und Arousal Potential reichert sich daraufhin an. Sobald nun das Weibchen einen potentiellen Geschlechtspartner in der Nähe registriert, wird die Substanz #41 Opposite Sex Pheromone in ihrem Organismus gebildet. Opposite Sex Pheromone reagiert mit der bereits vorhandenen Substanz Arousal Potential und erzeugt so #161 Sex Drive (Geschlechtstrieb):
1 Arousal Potential + 1 Opposite Sex Pheromon => 1 Sex Drive

Opposite Sex Pheromone
Ein Pheromon ist ein biologischer Wirkstoff, der auf andere Individuen der gleichen Art Einfluß hat, sie z.B. anlockt. #41 Opposite Sex Pheromon (Geruch des anderen Geschlechts) wird in fortpflanzungsfähigen Creatures produziert, sobald sie ein ebenfalls fortpflanzungsfähiges Wesen des anderen Geschlechts (opposite sex) wahrnehmen. Ein Neuron im Gehirn kann Geschlecht und Spezies unterscheiden und sendet das entsprechende Signal. Opposite Sex Pheromon sorgt in beiden Wesen dafür, daß sie sich näherkommen. In Reaktion mit der Substanz Arousal Potential ensteht Sex Drive (Geschlechtstrieb):
1 Arousal Potential + 1 Opposite Sex Pheromone = 1 Sex Drive

Sex Drive
Sex Drive (Geschlechtstrieb) ist eine Triebchemikalie. Triebe lösen in einem Wesen ein Bedürfnis, ein Verlangen oder eine Befindlichkeit aus und das Bestreben, den Trieb durch geeignetes Verhalten wieder zu reduzieren.

Ein Nornweibchen wird nun also ihren Instinkten folgen und das auserwählte Männchen "drücken" (push), also versuchen, sich mit ihm zu paaren. Das wiederum ist der Moment, wo im Männchen die Produktion der Substanz Arousal Potential ausgelöst wird.
Während Arousal Potential (als Empfängnisbereitschaft) beim Weibchen an den Östrogenspiegel gekoppelt ist, wird Arousal Potential (Erregung) beim Männchen erst produziert, nachdem ein Weibchen versucht hat, sich mit ihm zu paaren ("drück" /push). Und jetzt erst wird im Männchen der Geschlechtstrieb ausgelöst, der dann schließlich zur Paarung führt und vielleicht zu einer Schwangerschaft beim Weibchen.
Das bedeutet, daß nur die Weibchen von sich aus in der Lage sind, Geschlechtstrieb zu entwickeln, sobald sie fruchtbar sind. Männchen hingegen müssen erst von einem Weibchen "angesprochen" werden, bevor sie sich überhaupt für Paarung interessieren. Ihr seht schon: Feminismus wird bei den Creatures wirklich praktiziert! ;-)
Geregelt wird dieses Verhalten durch das Zusammenspiel zwischen einem Emittergen (aussenden) beim Weibchen und einem korrespondierenden Rezeptorgen (empfangen) für Arousal Potential beim Männchen.

Paarungsbereite Weibchen werden immer instinktiv versuchen, ein Wesen vom anderen Geschlecht zu "drücken" (push), sich also mit ihm zu paaren. Nicht immer ist jedoch das Gegenüber ebenfalls paarungsbereit. Möglicherweise ist es zu jung oder der Geschlechtstrieb ist im Moment nicht stark genug. Dann fühlt sich das Gegenüber "gekitzelt". Gesteuert wird dies durch ein Stimulus Gen, das je nach Situation entweder das Gefühl, gedrückt oder gekitzelt worden zu sein, auslöst. Gleichzeitig wird jedoch über dieses Gen auch eine kleine Portion Arousal Potential in das momentan nicht paarungsbereite Wesen injiziert, um seiner "biochemischen Verfassung" ein wenig auf die Sprünge zu helfen. ;-)

Haben alle Umstände zusammengepaßt und die Paarung war erfolgreich im Sinne einer Befruchtung des Weibchens, dann tritt eine Schwangerschaft ein und eine neue Hormonsubstanz übernimmt die Kontrolle:

Progesteron
graph pregnant
#48 Progesteron wird im weiblichen Organismus produziert sobald eine Schwangerschaft eingetreten ist. Das Kurvendiagramm zeigt das Zusammenspiel der unterschiedlichen Chemikalien bei einer Paarung und kurz danach zu Beginn einer anschließenden Schwangerschaft. Das Schwangerschaftshormon Progesteron wird nach der Paarung allmählich aufgebaut (gleichzeitig stellt die Engine das Weibchen mit zunehmendem Bauchumfang dar) und reagiert mit dem noch vorhanden Fruchtbarkeitshormon Östrogen, das daraufhin relativ schnell aus dem Organismus verschwindet - es hat vorerst seinen Zweck erfüllt:
1 Oestrogen + 1 Progesterone => Progesterone

Gleichzeitig wird ab jetzt der Triebhemmer Libido Lowerer in gleichmäßiger Konzentration ausgeschüttet, um eine erneute Paarung zu verhindern.

Comfort
Sobald ein Weibchen schwanger geworden ist, wird die Triebchemikalie #162 Comfort (Heimweh) in ihr wirksam, die sie veranlaßt, ins heimatiliche Terrarium zurückzukehren, um das Ei in einer sicheren Umgebung zu legen und so dem Nachwuchs gute Startchancen zu geben. Sobald die Heimat erreicht ist und das Ei dort gelegt wurde, ist der Trieb befriedigt und die Produktion von chem #162 wird gestoppt. Nicht alle Weibchen geben diesem Trieb nach; es hängt davon ab, welche anderen Bedürfnisse gleichzeitig vorhanden sind (z.B. Hunger) und wie stark der Trieb ist.
Heimat erkennen die Creatures übrigens an einer entsprechenden Geruchschemikalie. Für C3 NornHome/NornHeim/NornTerrarium ist das chem #180, und der Ort mit der stärksten Konzentration dieser Chemikalie ist der Ort vor dem Eingang zum Lernzimmer. NornHome in DS befindet sich auf der Brutfläche in der mittleren Ebene von NornMeso.

Zurück zu unserem schwangeren Nornweibchen. :-)

graph eggProgesteron reichert sich im Verlauf der Schwangerschaft immer mehr an, bis ein Grenzwert (Schwellenwert) von 0,875 erreicht ist. Ein Rezeptor Gen kontrolliert die Konzentration von Progesteron im Organismus und löst schließlich das Legen des Eis und einen stolzen Gesichtsausdruck bei der Mutter aus. Geschafft! :-)

Hin und wieder kommt es vor, daß schwangere Weibchen das Ei nicht legen. Mit folgendem CAOS-Befehl können Dauerschwangerschaften beendet werden: mesg writ norn 65. Oder man nimmt Agenten zu Hilfe: Mit Eggernator von Clucky / The High Tech Hand läßt sich das Ei extrahieren. PregyCandy-Bonbons von Norngirl/RazGriz / Norngirl's Storage Place enthalten Stoffe, die die Eiablage auslösen.

Nach der Eiablage fällt der Progesteronspiegel wieder ab (s.Abb.), und es wird schließlich im weiblichen Organismus wieder Östrogen produziert.

Progesteron verschwindet also nach der Eiablage nicht sofort aus dem Organismus, und auch der Triebhemmer #40 Libido Lowerer ist noch eine Weile wirksam, während Östrogen sich erneut aufbaut. Damit wird eine Schwangerschaft kurz nach der Eiablage verhindert und dem Weibchen eine Erhohlungsphase verschafft.

Und das Ei? Es wird von der Mutter zurückgelassen, reift allmählich heran und gibt unter Knacken und Knirschen nach gegebener Zeit einen neugierigen und zunächst einmal schrecklich hungrigen kleinen Norn frei. :-)

Vorwort

Leben

Energiegewinnung

Fortpflanzung

Triebe

Toxine


Chemikalienliste

Toxintabelle

-> Knowledgebase
wieder nach oben

-> Kontakt