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Lebewesen bleiben nur am Leben, wenn ihre grundlegende biologische Bedürfnisse erfüllt werden. Die Umgebung muß also die entsprechenden Resourcen bereithalten und geeignete Lebensbedingungen bieten. Instinkte, Triebe, Empfindungen und erlerntes Verhalten befähigen ein Wesen zur Interaktion mit seiner Umgebung, um am Leben zu bleiben und um die Qualität seines Lebens in einem optimalen Bereich zu halten (soll heißen, möglichst streßfrei zu leben).
In Creatures wirken eine Reihe von chemischen Substanzen, die Bedürfnisse, Empfindungen und Antriebe repräsentieren: die Trieb-Chemikalien #148-162. Sie stehen in engem Zusammenhang mit den korespondierenden Trieb-Backup Chemikalien #132-145 (Angst-Schmerz-Mechanismus) und den ebenfalls korrespondierenden Streß-Chemikalien #187-195.
Trieb-Chemikalien
Trieb Chemikalien stehen für Empfindungen, oder für Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen, oder für Antriebe, die nach Verwirklichung drängen. Je höher die Konzentration einer Triebchemikalie, desto intensiver und drängender die Empfindung bzw. der Anreiz für das Wesen, den Trieb durch geeignetes Verhalten zu reduzieren.
Creatures teilen das, was sie gerade "bewegt" eineinander mit bzw. geben Auskunft, wenn man sie mit "Warum" oder "Gefühle" danach fragt. Mit dem Agent "Indicator" von Mike (erhältlich bei Mummy's Creatures) bekommt man eine Anzeige für den momentan vorherrschenden Trieb im Spielfenster eingeblendet. Docking Station enthält mit Hoverdoc bereits ein Tool, das den Status der Triebe in einem Wesen anzeigen kann.
Die folgende Tabelle listet alle Triebe sowie Bedürfnisse und Empfindungen, die in einem Wesen wirksam sein können, auf. Die Angaben im Hinblick auf Triebreduzierung beziehen sich auf ein CreatureLabs Standard-Genom, nämlich das der ChiChi Norns aus Docking Station.
Weil der Bereich der Triebe eine beliebtes Thema der fortgeschritteneren Genombastler ist, deswegen sind hier auch viele Varianten und Abweichungen zu den CLabs Originalgenomen zu finden: Norns, die Ettinhome als Heimat betrachten; Ettins, die bei Langeweile keine Geräte suchen sondern Spielzeug, wie die Norns; Grendels, die bei Wut nicht auf Norns einschlagen, sondern Aufzugknöpfe drücken etc.
Trieb-Chemikalie |
löst aus: |
wird reduziert durch: |
| 148 |
Schmerz / Pain |
Empfinden von Schmerz |
Stillsitzen
Flucht
-> z.B. mittels Teleporter |
| 149 |
Proteinbedarf / Hunger for Protein |
Hunger nach Protein |
Essen
-> proteinhaltige Nahrung (Kategorie Obst) |
| 150 |
Stärkebedarf / Hunger for Carbohydrate |
Hunger nach Stärke |
Essen
-> kohlehydrathaltige Nahrung (Kategorie Samen) |
| 151 |
Fettbedarf / Hunger for Fat |
Hunger nach Fett |
Essen
-> fetthaltige Nahrung (Kategorie Nahrung) |
| 152 |
Kälte / Coldness |
Empfinden von Kälte |
warme Umgebung |
| 153 |
Hitze / Hotness |
Empfinden von Hitze |
kühle Umgebung |
| 154 |
Müdigkeit / Tiredness |
Gefühl der Müdigkeit |
Schlafen |
| 155 |
Schläfrigkeit / Sleepiness |
Gefühl der Schläfrigkeit |
Schlafen |
| 156 |
Einsamkeit / Loneliness |
Gefühl der Einsamkeit |
Gesellschaft
-> sich anderen Norns nähern |
| 157 |
Eingeengt / Crowded |
Gefühl der Beengtheit |
Alleinsein / Distanz
-> von anderen Wesen weggehen
-> sich mittels Teleporter entfernen |
| 158 |
Angst / Fear |
Gefühl der Angst |
Flucht
-> sich von Grendels entfernen |
| 159 |
Langeweile / Boredom |
Gefühl der Langeweile |
Ablenkung:
-> mit Spielzeug spielen, Knöpfe drücken, Teleporter aktivieren |
| 160 |
Wut / Anger |
Gefühl der Wut |
Schlagen
-> Grendels schlagen |
| 161 |
Geschlechtstrieb / Sex Drive |
Paarungstrieb |
Paarung
-> "drück Norn" |
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Die folgenden Chemikalien repräsentieren Triebe, die nur im Zusammenhang mit dem Geruchsinn und der Navigation der Creatures wirksam werden; sie stehen mit den Geruchschemikalien (#165-184) in enger Verbindung. Triebe sind sie insofern, als sie ein Wesen dazu bringen, etwas Bestimmtes zu tun, um auf diese Weise einem Geruch folgen zu können und an einen bestimmten Ort zu gelangen.
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Trieb-Chemikalie |
löst aus: |
wird reduziert durch: |
| 162 |
Angenehm / Comfort
(Heimweh) |
Drang, in die "Heimat" zurückzukehren |
Geborgenheit
-> sich der Heimat nähern
-> zu Hause sein (Nornhome) |
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Heimweh steht in enger Wechselwirkung mit der Geruchschemikalie des jeweiligen "Heimat"-Terrariums (#180-182) - siehe Ettins oder schwangere Nornweibchen |
| 199 |
Nach oben / Need to go Up |
Bedürfnis, sich in einem Raum nach oben bewegen zu wollen |
Mit dem Aufzug nach oben fahren
-> vorher Knopf nach oben aktivieren |
| 200 |
Nach unten / Need to go Down |
Bedürfnis, sich in einem Raum nach unten bewegen zu wollen |
Mit dem Aufzug nach unten fahren
-> vorher Knopf nach unten aktivieren |
| 201 |
Verlassen / Need to go Out |
Bedürfnis, einen Raum verlassen zu wollen |
Durch Türen gehen
-> vorher Türknopf aktivieren |
| 202 |
Warten / Need to Wait |
Bedürfnis warten zu wollen
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Ankunft des Aufzugs, bzw. das Sichöffnen einer Tür |
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Nachdem ein Wesen einen Aufzug- oder Türknopf betätigt hat, wird es mit #202 veranlaßt, still zu stehen, bis der Aufzug angekommen ist bzw. die Tür sich öffnet, ohne neuerdings den Knopf zu drücken. |
Trieb-Backup Chemikalien
Triebe werden zurückgestellt und "gespeichert" (backup), wenn die Empfindungen Angst oder Schmerz ein bestimmtes Level übersteigen. Angst und Schmerz entstehen bei Norns z.B. bei Begegnungen mit Grendels und durch Schläge von Grendels. Der Abbau von Schmerz oder Angst gewinnt dann höchste Priorität, und erst wenn der Schmerz gestillt oder der Konflikt geklärt ist, erfolgt eine Rückverwandlung (erneute 'Aktivierung') des zurückgestellten Triebes und das Wesen ist wieder frei, diesem Trieb zu folgen (z.B. bei Hunger nach Nahrung zu suchen und sie zu essen).
Dieser Angst-Schmerz-Mechanismus wird von drei Organen gesteuert:
Organ 16 Trieberhaltung (constitutive drive maintenance organ),
Organ 36 Überwältigung durch Schmerz (painly drive overwhelmsion organ) und
Organ 30 Überwältigung durch Angst (fearly drive overwhelmsion organ).
Organ 16 ist ganz allgemein zuständig für die Rückverwandlung zurückgestellter Triebe, kann jedoch nur in Aktion treten, wenn die Organe 30 oder 36 nicht mehr dagegen arbeiten. Die Organe 30 und 36 haben Rezeptoren für die Triebchemikalien #148 Schmerz und #158 Angst und blockieren Organ 16, sobald die beiden genannten Triebchemikalien einen bestimmten Schwellenwert erreichen. Erst wenn dieser Schwellenwert wieder unterschritten ist, werden zurückgestellte Triebe wieder aktiviert und treten erneut ins Bewußtsein des Wesens.
Streß-Chemikalien
Streß-Chemikalien werden erst mit Eintritt in die Alterstufe Jugendlich/Youth wirksam.
Solange unangenehme Empfindungen andauern, Triebe nicht reduziert und Bedürfnisse nicht befriedigt werden können, befindet sich ein Wesen unter dem Einfluß von Streß. Für die Triebe #148-160 existieren mit #187-195 korrespondierende Auslöser-Chemikalien für #128 Streß, die immer dann aktiv werden, wenn die Reduzierung des Triebes über längere Zeit hinweg nicht gelingt.
Die Schwellenwerte, ab denen für nicht befriedigte Triebe die entsprechende Auslöser-Chemikalie aktiviert und #128 Streß ausgeschüttet wird, differieren für die drei Spezies. Ettins beispielsweise sind sehr viel schneller gestreßt, wenn sie sich eingeengt fühlen, als dies bei Grendels der Fall ist.
#128 Streß führt u.a. zu einer Schädigung des Immunsystems und zu Unfruchtbarkeit, hat somit also auch selektive Auswirkungen innerhalb einer Population, denn Wesen, die weniger Streß ausgesetzt sind, weil sie geeignete Strategien zur Triebreduzierung entwickelt haben, leben länger und hinterlassen mehr Nachkommen. Die Streßgeschädigten dagegen werden unfruchtbar und haben weniger Abwehrkräfte, um Erkrankungen überstehen zu können.
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Vorwort
Leben
Energiegewinnung
Fortpflanzung
Triebe
Toxine
Chemikalienliste
Toxintabelle
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